Saisonstart: Wackelnd auf dem SUP- Balance trainieren

Kennt ihr das? Irgendwie ist man auf dem Board gerade am Anfang der Saison etwas “wackelig auf den Beinen” und landet deswegen eher mal im Wasser. Das bringt Spass und ist ein absoluter Wachmacher- klar! Hier die Gute Nachricht: Das Gleichgewicht halten ist tagesformabhängig! Das merke ich als Yogaschülerin genauso wie der erfahrene Brettsportler- egal auf welchem Brett sie/er steht. 🙂 Wer noch eher Gelegenheitspaddler als der absolute Crack im Paddling ist, kann seine Fähigkeiten trainieren und das macht auch noch richtig Spass!

Hier ein paar kleine aber feine, praktische und kostenfreie Tipps- die in der Coronazeit ganz easy auch zu Hause oder im Freien geübt werden können – natürlich selbst erprobt und für gut befunden:

1. Mein Favorit: Zähneputzen auf einem Bein
Einfach beim Zähneputzen ein Bein anwinkeln und es wie ein Flamingo mit der Ferse zum Gesäß heranziehen, etwas halten, dabei die Zähne putzen und dann die Seite wechseln. Es wird etwas einfacher, wenn ihr vor euch einen Punkt fixiert.

2. Balancieren auf dem Yogaklotz oder einem dicken Buch – am besten eines, das ein Hardcover hat, wegen der Stabilität, denn Ihr müsst euch daraufstellen:
Bestenfalls ist das Buch etwas kleiner als euer Fuß. die Übung besteht darin sich mit dem einen Fuß auf euer Buch/den Klotz zu stellen: Die ganze Fläche des Fußes sollte auf dem Buch/Klotz aufliegen bis auf die Zehen- die dürfen überstehen.

Ihr könnt jetzt das andere Bein leicht anheben, sodass beide Füße und auch die Beckenknochen auf einer Höhe sind. Streckt die Arme links und rechts von euch weg, sodass euer Körper von der Form her wie ein Kreuz aussieht. Beugt euch mit dem Oberkörper nach vorne als ob ihr fliegen würdet, dabei geht das freie Bein nach hinten in die Luft. Findet euch kurz ein.

Nun lasst das Bein wieder zurück kommen, richtet euch auf und nehmt das Knie des Beines, das nach hinten geschwungen war, nach vorne und haltet es dort kurz bevor ihr die Übung wiederholt (wenn ihr möchtet) und danach den Fuß absetzt.

Auf einem Bein steht man schlecht, also wiederholen wie die Übung auch auf der anderen Seite!

Wem das noch zu einfach war, kann gern dabei die Augen schließen.

3. Eine weitere Übung ist ähnlich wie die mit dem Buch/Yogaklotz:
Hier nehmt ihr das Buch/den Klotz quer, sodass die eine der längeren Seiten zu euch zeigt. Stellt einen Fuß mit dem Ballen und den Zehen auf das Buch/ den Klotz – die Ferse ruht auf dem Boden. Nun stellt den anderen Fuß daneben.

Drückt euch hoch, sodass die Beckenknochen parallel sind und ein Bein in der Luft ist, während von dem Fuß mit dem Buch/Klotz darunter die Ferse in die Höhe geht.

Wiederholt die Übung wie bei 2. und geht in die “Flugposition”. Natürlich auch hier die zweite Seite nicht vergessen.

Wem auch das balancemäßig zu wenig ist- schließt die Augen und wiederholt die Übung!

4. Noch eine Übung ohne Buch oder Yogaklotz:
Stellt euch aufrecht hin, lasst die Arme hängen, nehmt die Füße hüftbreit und sucht euch einen Fixpunkt vor euch oder auch am Boden, haltet aber dennoch den Kopf gerade.

Spreizt eure Zehen und drückt sie in den Boden, verlagert euer Gewicht leicht nach vorne auf den Fußballen. Hebt jetzt einatmend die Arme und gleichzeitig eure Fersen in die Luft bis sich die Hände über eurem Kopf treffen.

Ausatmend kommt mit den Armen und Fersen wieder zurück und beginnt von vorne:…

Diese Übung könnt ihr so oft ihr wollt wiederholen. Auch hier gilt: Wem es zu langweilig ist, kann gerne die Augen dabei schließen!

Zu zweit ist alles etwas leichter, das gilt auch hier: übt zu zweit und ihr werdet merken – es zahlt sich bei der nächsten Paddelaktion aus und macht auch noch Spaß!

Ich freue mich über Anregungen und Kommentare!

Entspannten Sonntag euch!

Anne